DURCHLICHT - Mikroskopie  
Hinweis: Die Texte orientieren sich an den Ausführungen von S. WÜLFERT und F.RINNE / M.BEREK
Bau- und Funktionsteile eines Mikroskopes
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KÖHLERSCHE-Beleuchtung
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Abbildungsmaßstab
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Polarisationsmikroskopie
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Schiefe Beleuchtung
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Phasenkontrast
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RHEINBERG-Beleuchtung
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Einführung  
   

Die Polarisationsmikroskopie an kunsthistorisch wichtigen Pigmenten und Fasern, gehört zu einem der wichtigsten Bereiche in der Ausbildung zum Restaurator. Dies beruht vor allem auf der Tatsache, dass sehr viele Komponenten, wie z.B. anorganische Pigmente, Fasern etc., einen kristallinen Aufbau haben und somit bei der Durchstrahlung mit Licht unterschiedliche optische Eigenschaften zeigen. Durch die Verbindung von polarisationsmikroskopischen und mikrochemischen Untersuchungsmethoden kann der grösste Teil, der für uns relevanten Farbmaterialien, qualitativ analytisch bestimmt werden.

Erst im 16. Jahrhundert waren beispielsweise Brillen häufig im Gebrauch. Später erst kamen Lupen und Fadenzähler aus der Textilindustrie hinzu. Das erste Mikroskop wird den holländischen Brüdern JANNSEN um 1590 zugeschrieben. Es gibt viele Pioniere der Mikroskopie im 17. und 18. Jahrhundert aber der Beginn der wissenschaftlichen Mikroskopie an Gemälden geht auf das 19. Jahrhundert zurück. Der Wiener Professor F.v. HÖHNEL publizierte 1905 sein Standardwerk 'Mikroskopie der technisch verwendeten Faserstoffe'. M.v. PETTENKOFER und L. RADKOFER nahmen erste mikroskopische Untersuchungen (1863) zu schadenanalytischen Schwerpunkten an Gemälden auf. Sie koppelten ihre mikroskopischen Untersuchungen mit mikrochemischen Methoden. Die erste systematische Arbeit stammt aber von E. RAEHLMANN, der in seinem Buch 'Über die Farbstoffe der Malerei' (1914) erstmals auch über Erfahrungen mit der Polarisationsmikroskopie berichtet.

 

 
Durchlicht-Polarisationsmikroskop CM der Firma E. LEITZ von 1929. (© 2001 - 2002 Timo Mappes)
R. GETTENS und G.L. STOUT beschrieben 1936 mikrochemische Nachweismethoden von Gemäldeproben. Im gleichen Jahr publizierte H. TRILLICH eine kleine Übersicht zur 'Unterscheidung von amorphen und kristallinen Farben'.    
 
Heute gibt es angesichts der breiten Anwendungsmöglichkeit viele Publikationen, von denen hier nur einige kurz genannt werden sollen. W.C. McCRONE gehört zweifelsohne mit zu den wichtigsten Autoren im Bereich der Polarisationsmikroskopie an Kunst- und Kulturgut. 'The Microscopical Identification of Artist's Pigments' (1982) ist nur ein Beispiel zahlreicher Publikationen zu diesem Thema. Das Ehepaar P. und A. MACTAGGART ist hier ebenfalls nicht wegzudenken. 'A Pigment Microscopist's Notebook' ist bis jetzt leider nur für die jährlichen Kursteilnehmer innerhalb des 'International Academic Projects' vorbehalten. Ein erstes Lehr- und Arbeitsbuch zur Mikroskopie an Kulturgut ist von S. WÜLFERT (1999) herausgebracht worden. In seinem Buch 'Der Blick ins Bild' werden neben den wichtigsten anorganischen Pigmenten auch Naturfasern behandelt. Wichtige Informationen auch zu polarisationsmikroskopischen Merkmalen von Pigmenten bietet die Bücherreihe 'Artist's Pigments', der National Gallery of Art in Washington. Als ein Standardbuch nicht nur für Mineralogen ist das Buch 'Anleitung zur allgemeinen und Polarisations-Mikroskopie der Festkörper im Durchlicht' von F. RINNE und M. BEREK anzusehen.    
     

 

   
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